3D Visualisierung von Fischen


Mit einer 3D Visualisierung läßt sich heutzutage so ziemlich alles darstellen. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Meistens wird diese Technik aber in der Werbung, Industrie, Computerspielen und im Film eingesetzt. In meinem Fall ist es auch so gewesen. Dennoch entstand immer mal wieder eine Visualisierung von dem ein oder anderen Fisch, obwohl kein Auftrag dafür vorlag. Wer aber Privat vom Angeln nicht genug bekommt, der läßt auch Beruflich mal was "durchklingen". Letztendlich macht eine 3D Visualisierung ja auch viel Spaß, egal was man gerade konstruiert. In folgenden Beispielen möchte ich zeigen, wie so eine Visualisierung aussieht und wie man zu hochwertigen Ergebnissen kommt.

Ein 3D Bild von einem HaiEin Bild von einem 3D Butt


3D Fisch-Angelkoeder
Diese vielen 3D arbeiten haben Spaß gemacht aber auch viel Zeit gekostet. Meistens sieht man das aus den Bildern oder Videos nicht so heraus, wieviel Arbeit wirklich dahintersteckt.

Alle drei Fische gibt es hier auch als kleines Video zum ansehen oder Downloaden. Let´s move:

Hai      Flunder     Fisch

Vorraussetzung: Mal so eben eine tolle Visualisierung aus dem "Ärmel" zaubern geht nicht. 3D ist harte Arbeit und benötigt viel Ausdauer und Erfahrung. Wer in der Branche Fuß fassen möchte, sollte neben einem dicken "Fell" eine entsprechende Ausbildung in 3D Visualisierung genossen haben. Beispielsweise in einer 3D Schule, Praktikum in einem Betrieb oder ähnliches. Oder man bringt sich alles selbst bei, was aber ungleich schwieriger ist. Wenn es ein Hobby bleiben soll, wäre es aber OK.

Möglichkeiten Spezialisierung: 3D Visualisierung ist sehr speziell. Im Zuge eines Grafik Design Studiums beispielsweise kann man im späteren Verlauf 3D auswählen und sich darauf konzentrieren. In der Arbeitswelt gibt es allerdings selten Allrounder. Meistens spezialisiert man sich noch innerhalb des 3D Bereichs. Es gibt den Modellierer (baut nur Objekte), den Texturierer (bringt Farbe aufs Modell), den Beleuchter (beleuchtet Szenen), den Renderer (optimiert für den Rendervorgang), Kleidungsexperten (baut bewegliche Kleidung), Programmierer (erstellt benötigte PlugIns), Spezialeffekte (erstellt Wasser, Feuer, Explosionen, Rauch etc.). Wer als Freelancer Visualisierungen machen möchte, sollte allerdings Vielseitig sein.

Software: Eine hochwertige Visualisierung erfordert hochwertige Software. Es gibt eine gute Hand davon. Blender (kostenlos), Cinema4D, 3D Max, Maya, XSI und Lightwave

Planung: Bevor es losgeht sollte man sich vorher im Klaren sein, was man für eine Visualisierung haben möchte und was für einen Aufwand das bedeutet. Es ist immer die Gefahr da, daß man sich übernimmt und das Hobbyprojekt einstellt. Gut sind erste grobe Skizzen und Vorlagen zum orientieren.

Zeichnung: Je besser die Vorlage, desto besser die 3D Visualisierung. Das stimmt wirklich. Und vor allem geht die Umsetzung dann viel schneller. Bei diesem Schritt sollte man sich daher ausreichend Zeit nehmen. In unserem Fall suchen wir einen Fisch, der von allen Seiten gut erkennbar ist.  Noch einfacher wird es, wenn die Vorlagen im rechten Winkel gemacht sind, dann kann man das Bild einladen und im 3D Programm nachzeichnen. Die Fischform stimmt dann vom Verhältnis zu 100%.

Modellieren: Es geht los. Die Vorlage ist eingeladen und wir bauen in kleinen Schritten die Form vom Fisch nach. Wichtig ist dabei, daß man ihn nicht schon zu Anfang zu hoch auflöst, damit er gut händelbar bleibt. Hier gilt je weniger Polygone man benötigt, desto besser. Erst in späteren Arbeitsschritten bekommt er seine rundliche Form. Für Fremde kaum Vorstellbar ist die Tatsache, daß man bei einer Visualisierung meistens mit geometrischen Objekten wie Würfel oder Kugel arbeitet. Daraus entstehen die meisten 3D Objekte. Mit Geduld, Feingefühl und gutem räumlichen Verständnis entsteht irgendwann nach langer Zeit die fertige Form mit Maul, Flossen und Schwanz.

3D erste Schritte

UV-Abwicklung:
Jetzt kommt ein eher langweiliger Arbeitsschritt bei einer 3D Visualisierung. Durch das Hin und Herschieben von Polygonen haben wir die Koordinaten zerstört, welche besagen wie die Textur auf dem Fisch zu liegen hat. Häßliche Verzerrungen sind die Folge. Das muß behoben werden. Wir wählen somit Polygonfelder aus und richten die UV Koordinaten erneut aus.


Texturieren: Nun bringen wir Farbe ins " Spiel ", und colorieren den UV Snapshot. Hierbei kann man sowohl echte Fischbilder mit einbringen oder komplett selber Hand anlegen. Oftmals ist Beides nötig. Auf diese Weise kann man einen schönen Phantasiefisch erstellen. Man fotografiert eine Meerforelle und nimmt ihr Schuppenkleid, von einem Hecht die Flossen und von einem Karpfen das Auge. So ähnlich ist auch diese Visualisierung entstanden. Wenn man fertig ist wird die Textur nur noch eingeladen und wie von Zauberhand positioniert sich das Bild auf dem Fisch.

Beleuchtung: Wenn man leuchtende Konturen und schöne Glanzeffekte bei einer Visualisierung möchte, dann kommt man um ein spezielles Lichtsetup nicht herum. Von allen Seiten sollte der Fisch dann entsprechendes Licht abbekommen. Manchmal färbt man das Licht auch ein, um beispielsweise einen blauen Wassertouch zu bekommen.

3D erste Schritte2
Rendern: Wenn ansonsten alles fertig ist bei der Visualisierung, dann werden die Rendereinstellungen vorgenommen. Das heißt, wir sagen dem Programm in welcher Qualität und Bildgröße er rendern soll. Es gibt in den 3D Programmen aber noch viel mehr Einstellungen, die würden hier aber den Rahmen sprengen. :)

Komplette Szene: Das war jetzt eine 3D Visualisierung für einen Fisch. Damit aber nicht genug. Der nackte Fisch soll ja später schwimmen. Also muß mit dem Umfeld genauso verfahren werden. Jedes einzelne Objekt wird modelliert, texturiert und später mit allen Sachen zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Am Ende wird dann alles gerendert. Heraus kommt hierbei aber nur die Visualisierung von einem Einzelbild.

Animation: Spannend bei einer 3D Visualisierung wird es erst, wenn Bewegung hineinkommt. Allerdings ist dieser Vorgang auch wieder sehr Aufwendig und Zeitintensiv. Wir erstellen ein Knochenskelett für den Fisch und binden die Geometrie an die Knochen. Das hört sich leichter an als es in Wirklichkeit ist. Wenn es aber so wäre, dann kann man nun die einzelnen Knochen bewegen und die 3D Geometrie bewegt sich mit.

Kamera: Noch mehr Leben in eine 3D Visualisierung bekommt man durch eine Kamerafahrt. Diese wird genauso wie der Fisch auch mit Keys bewegt. Wenn man hindurchblickt, sieht man dann die fertige Bewegung. Hierbei gilt, lieber nicht zu schnelle Kamerafahrten machen, sonst wird es zu unruhig. Zum Schluß werden dann die Einzelbilder herausgerendert und zu einem Film zusammengesetzt.

Nachbearbeitung: Wer noch etwas mehr aus seiner Visualisierung herausholen möchte, der kann wie beim Film etwas nachhelfen. Mit Compositing Programmen wird die Farbe des Films verändert, Effekte eingefügt etc.

Verschiedene Qualitätsstufen: Jeder hat andere Vorstellungen wie eine Visualisierung auszusehen hat. Mal soll es einfach und kindlichen Charakter haben und mal soll es Fotorealistisch wirken. Oftmals ist das eine Frage der Zeit und auch des Geldes. Manchmal aber auch einfach Geschmackssache. In der freien Wirtschaft soll die Visualisierung aber meist realistisch sein.

Konkurrenz: Wer als 3D Grafiker bestehen möchte, muß wirklich Experte sein. Die Ansprüche an eine gute Visualisierung sind hoch. Oftmals sind die Anforderungen nur sehr schwer zu erfüllen, wenn man "überleben" will. 3D Visualisierungen werden von vielen Kunden immer noch als Hobby angesehen und andere wiederum zahlen einfach schlecht. Zudem ist die zunehmende Globalisierung ein Problem. Das Geschäft mit 3D Visualisierungen wird zunehmend ins Ausland ausgelagert. Und mit China, Rußland oder Indien kann man bei den hiesigen Preisen nur schwer konkurieren.

Marktaussichten: Wer Spaß hat an 3D und Visualisierung Allgemein, der ist bei Computerspiele Herstellern gut aufgehoben. Auch in Werbeagenturen findet man Jobs. die Creme de la Creme auch in der Filmbranche.

Schlusswort: Mit einer Fisch Visualisierung kann es anfangen. Wenn einen der "Virus" erstmal erwischt hat, dann kann 3D süchtig machen. Es hat hohen Spaßfaktor und man kann Geld damit verdienen. Allerdings muß man sich im Klaren sein, daß man schon gut sein und Ausdauer haben muß. Viele haben angefangen, sehen dann die kleinen Fortschritte und schmeißen hin. Hier wird einem nichts geschenkt, die Konkurrenz ist wie in vielen Berufen groß. Wer einfach nur ein schönes Hobby möchte, ist bei der Visualisierung gut aufgehoben.

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Letztes Update am 21 Mai 2017
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