Koi Karpfen und deren Haltung, Zucht und Pflege

Der Nishikikoi, abgekürzt einfach Koi genannt, ist eine spezielle Zuchtform vom Karpfen und wird hauptsächlich aus Japan importiert. Aber auch in Europa hat man den Wert vom Koi erkannt und beginnt nun ebenfalls Fische in hoher Qualität nachzuzüchten. Die Nachfrage ist auch in Deutschland sehr groß, immer mehr Teichbesitzer erfreuen sich an den großen Kois mit den schillernden Farben. Zudem sind die Koi Karpfen in der Regel nicht besonders scheu und fressen dem Besitzer später sogar aus der Hand. Ein Koi kann man daher schon fast als "Haustier" bezeichnen. Aber er ist in Sachen Haltung, Zucht und Pflege auch etwas anspruchsvoll. 

Wachstum und Größe: Bei optimalen Bedingungen und guter Fütterung wird ein Koi ziemlich alt. 50 Jahre können sie durchaus Alt werden und dabei Größen von bis zu 1 Meter erreichen. Es versteht sich von selbst, daß das Gewässer dementsprechend Groß sein muß. Normalerweise wird der Koi allerdings eher ca. 10 Jahre alt, wobei er respektable Größen erreicht.

Gewässer: Um die Zierkarpfen schön kapital werden zu lassen, werden sie in großen Teichen gezüchtet. Der Bestand wird hier sehr dicht gehalten, weswegen Kois letztendlich auch sehr gesellig sind. Im Gartenteich sollte man daher immer mehrere Kois gleichzeitig halten. Der Teich an sich kann eigentlich nicht groß genug sein. Gerade eine hohe Bestandsdichte bei kleinem Teich kann Probleme in Form von Pilzen, Bakterien und Parasiten heraufbeschwören. Achten sie daher auf genügend Platz und Pflanzenbewuchs, damit eine hohe Wasserqualität erreicht wird. Der Koikarpfen wird es ihnen mit einem langen Leben danken.

Verschiedene Arten: Der Zierkarpfen wird in unterschiedliche Zuchformen unterteilt. Das sind dann so abenteuerliche Namen wie Hikarimoyomono oder Utsurimono. Solche Namen sind aber eher was für Spezialisten und Liebhaber. Durchgesetzt hat sich für alle Arten schlicht und einfach der Name Koi.

Futter: Die Nahrung ist für den Koi sehr wichtig. Nur bei gutter Verpflegung bleibt er gesund und wächst zu stattlichen Exemplaren heran. Als typischer Karpfen frißt er so ziemlich alles was ihm vor das Maul kommt. Sowohl pflanzliche als auch tierische Kost. Im Handel wird daher spezielles Koifutter angeboten mit einem hohen Nährwert. Meistens wird zwar gesagt, daß es als Alleinfutter dienen kann aber mal ehrlich. Das ist Vergleichbar wie wenn Menschen ständig Chips vorgesetzt bekämen. Man sollte daher versuchen dem Koi Abwechslung beim Futter zu bieten. Wasserschnecken, Shrimps, Würmer, Mückenlarven, Mais, Kartoffelstücke, etc. darf man ihm daher auch gerne mal anbieten. Man sollte allerdings darauf achten, daß möglichst alles vom Zierkarpfen verspeist wird damit das Wasser nicht unnötig belastet wird. Übrigens nimmt der Koi auch gerne mal z.B. Banane, Salat oder Orangen. Wie man sieht gibt es bei der Haltung, Zucht und Pflege viel zu beachten.

Herkunft: Woher der Koi nun genau herkommt, läßt sich nicht zuverlässig klären. Die Meisten sehen Japan als Ursprungsland, andere eher China oder Korea. Man kann nur spekulieren. Tatsache ist aber, daß die Farbgebung eine Laune der Natur war, die man durch zielgerichtete Zucht des Zierkarpfen verstärkt hat.

Besonderes: Was für Wellensitiche gilt, gilt auch für den Koi Karpfen.  Es ist ein geselliger Fisch, der immer mit mehreren Exemplaren zusammen gehalten werden sollte. Nur dann fühlt er sich wirklich wohl. Außerdem sollte der Gartenteich abwechslungsreich gestaltet sein. Das bedeutet Bereiche mit und ohne Pflanzenbewuchs, Flachwasser und Tiefenbereiche und die tiefste Stelle sollte wegen der Vereisung im Winter mindestens 1 Meter, besser 1,50 Meter tief sein. Somit ist gewährleistet, daß Kois im Winter überleben.

Zucht: Die eigene Zucht ist schwierig aber nicht unmöglich. Der Koi benötigt allerdings möglichst hohe Temperaturen um in Stimmung zu kommen. Wer Flachwasserbereiche in seinem Gartenteich hat die sich bei Sonneneinstrahlung stark erwärmen, der kann schon mal Glück mit dem Zierkarpfen Nachwuchs haben.

Preise: Der Koi kann erstaunlich hohe Preise unter Liebhabern erreichen. Im Heimatland Japan werden besonders schöne Exemplare für Hunderttausende Euro verkauft. In Europa ist der Koi Boom noch nicht ganz so groß. Aber auch hier werden schon Kois für Hunderte oder Tausende Euro verkauft. Kleinere normale Exemplare kosten aber nur wenige Euro und sind glücklicherweise für jeden Zierkarpfen Freund erschwinglich.

Kaufen: In Deutschland ist das Versenden von lebenden Tieren verboten. Deshalb und auch weil man sich Kois immer selbst ansehen sollte, fährt man am Besten immer zum Züchter oder der Zoofachhandlung. Da die Tiere sehr alt werden, sollte man sich die Mühe schon einmal machen und sich die schönsten Exemplare selber heraussuchen. Im Internet kann man sehr schnell einen Anbieter für Koi Karpfen in ihrer Nähe finden.



Zierkarpfen oder Kois machen ihren Besitzern viel Freude


     
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