Karpfen angeln: Köder, Montagen, Infos zum Karpfenangeln


Angeln auf Karpfen
Allgemeine Beschreibung: Der Karpfen (Cyprinus carpio) ist ein wärmeliebender Süßwasserfisch und kommt ursprünglich aus Asien. Er wurde später von Mönchen nach Europa eingeführt und gezüchtet. Dabei verlor er teilweise seine damalige Form. Er wurde muskulöser, kompakter und hochrückiger. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Spiegelkarpfen und Schuppenkarpfen.

Name: Karpfen (lat.Cyprinus carpio)

Alter und Wachstum: Das Alter des Karpfens richtet sich an die Gegebenheiten seiner Umgebung. In natürlichen Gewässern werden Karpfen, aufgrund der vielen Gefahren, selten älter als 35 Jahre. In bewirtschafteten Teichen können Sie aber durchaus ein Alter von bis zu 45 Jahren erreichen. Das sind dann aber Ausnahmefische, die wie alte Menschen auch an Vergreisungserscheinungen leiden. Echte Opa Karpfen also.

Aussehen: Der Karpfen ist ein sehr kräftiger muskulöser Fisch. Das ist kein Zufall, sonder eine züchterische (Mönche) Maßnahme gewesen, um die damalige Bevölkerung besser mit frischem Fisch versorgen zu können. Im Laufe der Zeit verlor der Karpfen dann langsam sein ursprüngliches Schuppenkleid, welches den gesamten Körper bedeckte. Dem "Urkarpfen" am ähnlichsten sieht noch der Schuppenkarpfen aus, dessen Population aber immer stärker schrumpft. Der Spiegelkarpfen hingegen hat sich etabliert und verbreitet sowohl in Europa als auch vielen anderen Ländern wie den USA, wo er aufgrund seiner Fruchtbarkeit fast schon als Schädling angesehen wird. Die Farbe des Karpfen sind leicht variabel, der Rücken kann grüne, blaue oder schwarze Farbpigmente enthalten, während die Seiten gelbliche, bräunliche oder rötliche Farben enthalten.

Karpfen und Schuppenkarpfen sind wahre Kraftpakete

Verhalten: Der Karpfen gehört zur Gruppe der Cypriniden ( Karpfenartige) und ist somit ein Schwarmfisch. Daher gilt meist, wo ein Karpfen steht kann man auch einen Zweiten fangen. Dieser Grundsatz gilt nur bei den ganz großen Einzelgängern nicht mehr, die sich lieber vom "gemeinen Volk" etwas abgrenzen.

Maximale Größe: Jedes Jahr aufs Neue werden Rekordmeldungen vom Karpfenangeln vermeldet. Ausnahmefische können bis zu 50 KG schwer werden. Als normaler Angler wird man aber wohl eher mit den kleineren Fischen um die 10-20 KG zu tun haben.

Ausland: Karpfen lieben Wärme und daher verwundert es nicht, daß in Ländern wie Spanien wahre Traumfänge beim angeln möglich sind. Hier steigen die Erfolgschancen nicht nur auf viele Fische, sonder auch auf wahre Giganten, die in dem milden Klima ausgezeichnet abwachsen. Besonders der Ebro ist für seine guten Fische sehr bekannt. Viele Reiseanbieter haben Reisen zum Beispiel zum Ebro Stausee im Programm, bei denen man Karpfenangeln praktizieren kann.

Laichzeit: In unseren Breitengraden kommt es eher etwas seltener zum ablaichen von Karpfen. Es werden einfach nicht dauerhaft hohe Wassertemperaturen erreicht, deshalb handelt es sich bei den Karpfen auch meistens um Besatzfische. In Spanien und teilweise auch in Süddeutschland vermehren sie sich aber auch natürlich. Die Laichzeit liegt beim  daher bei den Monaten mit den höchsten Temperaturen, also der Sommer.

Lebensraum: Der Karpfen liebt Gewässer mit starkem Pflanzenbewuchs. Hier findet er Nahrung und in jungen Jahren Schutz vor Räubern. Ansonsten ist er relativ anspruchslos und genügsam. Zum Überleben benötigt er zum Beispiel nur sehr wenig Sauerstoff. Man kann ihn hauptsächlich in Seen, Flüssen, Stauseen, Kanälen und Teichen angeln.

Anfüttern: Hiermit erhöht man seine Fangchancen auf Karpfen erheblich. Er wird zum Gewohnheitstier und besucht dann regelmäßig zu bestimmter Uhrzeit den Anfütterungsplatz. Gute Erfolge erzielt man mit einer Woche vorher anfüttern. Als Anfüttermittel eignen sich Mais, Kartoffeln, Haferflocken, Hundefutter und natürlich Boilies. Auf diese Weise ist das fischen auf Karpfen fast schon zu einfach.

Köder: Karpfen kann man mit vielen Ködern angeln. Natürliche Köder sind Mais, Kartoffeln, große Bohnen oder auch Tauwürmer. Am Häufigsten wird ihm aber mitlerweile mit Boilies nachgestellt. Hier liegt der Vorteil einfach darin, daß andere Fische den Köder nicht so leicht vom Haken fressen können.

Karpfen und Schuppenkarpfen angeln gewußt wie

Beste Fangzeit: Die Beste Angelzeit liegt ganz klar im Sommer. Der Stoffwechsel der Fische läuft auf Hochtouren und muß daher ständig mit Nahrung versorgt werden. Das bedeutet aber nicht, daß man im Frühjahr oder Herbst nicht auch mit sehr guten Fängen rechnen kann. Im Sommer hat der Karpfen zwar viel Hunger aber eben auch einen reich gedeckten Tisch. Im Herbst beispielsweise kann er nicht so wählerisch sein und findet dann evtl. eher unseren Köder. Ein Versuch in den Wintermonaten ist hingegen nicht zu empfehlen. Außer in der Nähe eines Kraftwerkes. Man kann ihn eigentlich Tageszeitunabhängig fischen. Er beißt sowohl tagsüber als auch Nachts.

Gerät: Der Karpfen ist ein kräftiger nicht zu unterschätzender Fisch. Bei falschem Gerät kann man leicht an die Grenzen kommen, sodaß der Fisch die Schnur sprengt oder den Haken aufbiegt. Das Gerät sollte daher möglichst kräftig ausgelegt sein. Die Angelrute sollte so um die 3 Meter lang sein und ein Wurfgewicht von 20-70 Gramm haben. Die Angelrolle sollte wegen der langen fluchten nicht zu klein sein und mindestens 100 Meter 30er Angelschnur fassen können. Diese Angabe bezieht sich auf monofile Angelschnur, geflochtene Schnur ist ja bekanntlich noch dünner und besitzt eine deutlich höhere Tragkraft.

Angeltechnik: Man unterscheidet 2 unterschiedliche Angelarten. Das Posenfischen und das Grundangeln. Beim Posenfischen kommen normale Karpfenposen zum Einsatz, die meistens so eingestellt werden das der Köder auf Grund liegt. Hebt der Karpfen dann den Köder mit dem Bleischrot an, fällt die Pose um. Ein typischer Hebebiss. Beim Grundangeln werden entweder Feststellbleie oder normale Laufbleie verwendet. Als Besonderheit beim Boilie angeln sei zu erwähnen, daß der Haken komplett frei bleibt.

Drill: Je nach Gewässer muß man beim Drill anders vorgehen. Ist der Boden durchsetzt mit großen Ästen, Pflanzen oder komplett frei. Es versteht sich von selbst, daß wenn viele Hindernisse vorhanden sind der Drill vehement verlaufen sollte. Man darf dem Karpfen keine Zeit geben auf ein Hinderniss zuzusteuern. Anders ist es bei relativ großen leeren Gewässern. Hier sollte man kein Risiko eingehen und sich bei drillen Zeit lassen. Die erste Flucht beim  Karpfenangeln ist meistens die Stärkste, das heißt hat man diese Phase überstanden, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Verwertung: Der Karpfen ist ein ausgezeichneter Speisefisch mit schmackhaftem Fleisch. Er findet traditionell auch immer noch Anwendung zu Weihnachten als Karpfen blau. Man kann ihn sehr gut braten, kochen oder sogar räuchern (in kleinen Stücken). Große Karpfen sollte man aber besser zurücksetzen. Man schmeckt das Alter solcher Karpfenopas. Auch Fische aus kleinen schlammigen Gewässern sollte man meiden, denn solche Fische schmecken meistens Moosig.

Karpfen sind tolle Sportfische, welche einem beim Drill alles abverlangen.
Krumme Ruten und Muskelkater sind fast schon vorprogrammiert. Schon relativ kleine Karpfen überraschen durch ihre unbändige Kampfkraft. Man glaubt einen Großen gehakt zu haben und wundert sich, wenn er sich das erste Mal an der Oberfläche blicken läßt. In Deutschland wachsen Karpfen relativ gut ab. Dabei gilt, je stärker sich das Gewässer erwärmen kann, desto besser für das Wachstum. Deshalb werden gerade in Spanien immer mal wieder wahre Monster gefangen.
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Letztes Update am 24 Mai 2018
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