Rotaugen angeln: Köder, Montagen, Infos über das Rotauge


Rotauge-Rotaugen angeln
Allgemeine Beschreibung: Die normal übliche Bezeichnung für diesen Fisch ist das Rotauge (Rutilus rutilus) , aber auch der Begriff Plötze wird manchmal verwendet. Er gehört zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae) und ist ein geselliger  Schwarmfisch. Kennzeichnend für diesen Fisch ist das auffallend rote Auge, daher der Name.

Name: Rotauge (Rutilus rutilus)

Alter und Wachstum: Das Rotauge ist ein kleinwüchsiger Weißfisch, der aufgrund seiner Größe meistens nicht sonderlich alt wird. Mit ca. 10 Jahren kann man von einem gesegneten Alter sprechen. Da er Zeitlebens allerdings eine begehrte Beute von Raubfischen bleibt, wird er dieses Alter wohl eher nicht erreichen. Weißfische sind sehr fruchtbar, das trifft auch für das Rotauge zu. Ohne guten Raubfischbestand würde er sehr Kleinwüchsig bleiben. Bei ausreichender Dezimierung sind aber sogar Größen bis zu 2 KG drin.

Aussehen: Der Körper ist komplett mit zahlreichen Schuppen belegt und im Gegensatz zum Brassen ist die Körperform rundlicher. Sehr auffallend sind auch die roten Augen, welche sehr Charakteristisch sind. All diese Kennzeichen helfen aber nicht bei den Hybriden, denn es gibt Mischformen unter den Weißfischen. Zwischen den sehr ähnlichen Rotfedern beispielsweise aber auch Aland oder Brassen.

Das Rotauge ist der "Brotfisch" von Hecht und Zander

Verhalten: Rotaugen sind Schwarmfische und versuchen sich auf diese Weise vor den Angriffen der Raubfische zu schützen. Im Gegensatz zur Rotfeder, welche immer etwas weiter oben oder im Mittelwasser zu finden ist, steht das Rotauge eher in Grundnähe. Gerne werden Plätze mit Bewuchs in Ufernähe aufgesucht, da sie sich unter anderem von pflanzlichen Bestandteilen ernähren. Ansonsten werden Insekten, Maden, Würmer, Plankton und Muscheln gefressen. Sozusagen die gesamte Kleintierpalette eines Gewässers.

Maximale Größe: Wie schon erwähnt, werden Rotaugen nicht sehr groß und alt. Mit bis zu 40 cm Länge und 2 KG Gewicht kann man aber bei kapitalen Exemplaren rechnen. In der Regel kann man aber eher kleine Fische um die 100 Gramm angeln.

Ausland: Wegen eines Rotauges und sei er noch so Kapital fährt oder fliegt niemand ins Ausland. Außerdem weist Deutschland gute Bestände an Rotaugen auf.

Laichzeit: Im Mai, wenn sich das Wasser schon gut erwärmt hat beginnt allgemein die Laichzeit der Weißfische. Bei den Rotaugen bildet sich dann der bekannte Laichausschlag in Form von kleinen Perlen auf der Hautoberfläche. Allerdings auch hier wieder nur bei den Männchen. Wegen der hohen Verlustraten durch Raubfische sind die Weibchen sehr fruchtbar und legen sehr viele Eier.

Lebensraum: Das Rotauge ist nicht sehr anspruchsvoll und läßt sich überall fangeln und fangen. Praktisch jedes Gewässer ist sein Zuhause. Sogar in kleinen Tümpeln kann man ihn manchmal finden. Dann haben meist Wasservögel Laich mit eingeschleppt.

Rotaugen kommen in Massen vor

Anfüttern: Schwarmfische lassen sich generell ausgezeichnet anfüttern. Das Rotauge gehört zur beliebten Beute der Stippangler, die meist Eimerweise anfüttern. Das kann leicht ins Geld gehen. Bewährt haben sich günstige Komponenten aus dem Supermarkt wie Paniermehl, Haferflocken, Weizenmehl, Vanillezucker, Backaromen, Maismehl und Honig. Verfeinern kann man dann das Ganze mit etwas Fertigfutter aus dem Angelladen. Die Konsistenz sollte je nach Gewässerty unterschiedlich sein. In Fließgewässern sollte es schnell zum Grund sinken und dort aufbrechen, während im Teich oder See der Ballen schon an der Wasseroberfläche aufplatzen und Futterwolken bilden soll.

Köder: Der Allerweltsköder Made ist auch hier die erste Wahl. Diese halten sehr gut am Haken und verführen kleine wie große Rotaugen. Auch alle anderen Weißfische beissen gut darauf. Experimentieren kann man auch mit Teig oder kleinen Hanfkörnern. Gerade in der etwas kälteren Jahreszeit beißen die Rotaugen gut darauf, wenn man sie durch anfüttern an den Köder gewöhnt hat.

Beste Fangzeit: Rotaugen sind sehr zahlreich vertreten und daher kann man sie sehr gut in der wärmeren Jahreszeit fangeln und fangen. Aber selbst im tiefsten Winter gehen diese flinken Fische an den Haken. Allerdings sollte man beim anfüttern dann eher sparsam sein, sonst sind sie zu schnell satt.

Gerät: Stippruten mit oder ohne Rollen kommen hier zum Einsatz, um Rotaugen zu fangen. Aufgrund der geringen Größe der Fische kann das Wurfgewicht extrem niedrig sein. Die Angelrolle darf ruhig klein sein, da man eh nur sehr dünne Schnur verwendet. Zum Beispiel 15er monofile Angelschnur für die Hauptschnur und 12er für das Vorfach.

Angeltechnik: Auf Rotaugen wird mit der Posenmontage geangelt. Diese ist einfach am sensibelsten und auch am erfolgreichsten. Loten Sie die Angeltiefe aus und stellen sie die Pose knapp über Grund ein. Zum Einsatz kommen schlanke Posenmodelle.

Drill: Nur bei den größeren Rotaugen kann man überhaupt von Drill sprechen. Die Kleineren lassen sich eher zum Ufer führen. Große Fluchten sucht man da meist vergebens. Trotzdem kann es Spaß machen sich mit diesen Fischen einzulassen, denn man benutzt ja auch extrem sensible Angelgeräte. Auf jeden Fall entfällt hier wie beim Großfisch angeln das lange Warten auf den Biss, denn meistens kann man die Fische ja in Massen fangen.

Verwertung: Wie bei allen Weißfischen ist die Verwertung vom Rotauge nicht so jedermanns Sache. In der Küche findet der Fisch aufgrund seiner Gräten daher nur selten Verwendung. Dabei sind sie sehr schmackhaft und die hohe Hitze weicht die Gräten schnell auf. Gerne benutzt man ihn zum einlegen oder für Fischfrikadellen. Bei diesen Zubereitungsarten sind die Gräten nicht so störend. Hauptsächlich werden Rotaugen aber wohl für den Raubfischfang benutzt. Viele Räuber wie Hecht, Zander oder Aal lassen sich ausgezeichnet damit fangen.

Angeln und fischen auf Rotauge & Co

Angler schätzen den kleinen schlanken Fisch beim Stippen oder beim Köderfischfang. Wer etwas anfüttert kann mit Sicherheit viele Rotaugen fangen. Gourmets machen sogar Fischfrikadellen daraus. Sonderlich groß wird er nicht, deshalb ist das Rotauge auch gerade als Köderfisch für Zander sehr begehrt.  

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Letztes Update am 24 Mai 2018
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