Flunder angeln: Köder, Gerät, Plattfische in Ostsee und Nordsee


Flunder angeln
Allgemeine Beschreibung: Butt oder Plattfisch sind die allgemeinen Namen für diese Fischart. Die genaue Bezeichnung ist jedoch Flunder (Platichthys flesus). Sein Kennzeichen ist die extreme Bodenanpassung, er ist platt wie eine "Briefmarke."  Zudem kann er sich excellent tarnen, indem er die Pigmente der Haut verändert. Ein interessanter Fisch mit großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Name: Flunder (Platichthys flesus)

Alter und Wachstum: Die Flunder ist ein Fisch mit extrem wirtschaftlicher Bedeutung. Aus diesem Grunde wird er mit großen Fangflotten stark befischt. Dabei kann kaum ein Fisch ein hohes Alter erreichen, obwohl die Flundern ansonsten bis zu 40 Jahre alt werden können. Um diesen starken Schwund durch Befischung auszugleichen wird die Flunder allerdings schnell groß und somit Geschlechtsreif. Auch die Fruchtbarkeit ist erstaunlich.

Aussehen: Hauptmerkmal ist die flache Bauweise der Flunder. Der Körper ist extrem flach und die Augen wandern auf die obere Seite. Die Farbe ist meist dunkelbraun, die Blindseite hingegen weiß. Wenn man mit den Fingern über die Oberfläche streicht, fühlt sich diese außerdem im Gegensatz zur Scholle recht rau an. Zudem sind die Plattfische in der Lage die Hautpigmente dem Untergrund anzupassen. Dies ermöglicht eine noch bessere Tarnung, welche mit dem Eingraben in den Sand perfekt wird. Es schauen dann nur noch die Augen hervor.

Flunder oder Plattfische allgemein sind Meister der Tarnung

Verhalten: Die Flunder ist tagsüber sehr scheu. Ruhiges Wetter und Sonnenschein zählen nicht unbedingt zu den besten Bedingungen zum angeln oder fangen. Meist vergräbt sie sich nun im Sand und kommt erst wieder hervor, wenn der Himmel sich bewölkt und etwas Seegang oder Brandung vorhanden ist. Das fischen lohnt sich auch in der Dämmerung, mitunter bis tief in die Nacht. Erwähnenswert wäre auch noch das Flundern sogar im Brackwasser oder Süßwasser überleben können. Mitunter kann man Plattfische bis weit in die Flüsse hinauf angeln und fangen.

Maximale Größe: Die Flunder wird in Ausnahmefällen bis zu 55 cm groß, meistens fängt man aber Exemplare um die 30 cm. Das Maximalgewicht liegt bei ca. 3,5 KG.

Ausland: Die Hauptfanggebiete liegen in der Nordsee und Ostsee. Ein Versuch lohnt beispielsweise in Dänemark aber auch in Deutschland rund um Helgoland oder Fehmarn liegen gute Fanggründe. Neben Dorschen ist die Flunder der meistgefangene Fisch aus der Brandung und somit sehr beliebt bei Brandungsanglern.

Laichzeit: Von Dezember bis Mai laichen die Fische im Meer ab. Fängt man weibliche Flundern in dieser Zeit, sollte man diese sofern es geht zurücksetzen, denn trotz hoher Fruchtbarkeit sind die Bestände rückläufig, was allerdings weniger an Anglern denn an den Fischfangflotten liegt.

Lebensraum: Die Flunder bewohnt als Schwarm gerne ausgedehnte Sandbänke. Hier findet er auch seine Lieblingsnahrung. Den Wattwurm. Zudem wird er hier aufgrund seiner Tarnung nahezu Unsichtbar. Teilweise kommt er bis auf die 1. Sandbank in nur knietiefem Wasser. Also lohnen manchmal nicht nur Gewaltwürfe mit Weiten um die 100 Meter, sondern auch mal nur 30 Meter Würfe. Probieren Sie es beim angeln und fischen auf Plattfische an Nordsee und Ostsee mal aus.

Flunder und Plattfische sind gesellige Schwarmfische, welche man in hoher Zahl fangen kann.

Anfüttern: Flundern lassen sich tatsächlich anfüttern. Versuche mit "Stinkbomben" in Futterkörben haben dies gezeigt. Vom Ufer läßt sich damit allerdings schlecht auswerfen. Besser ist ein Versuch vom Boot. Die Fische nehmen recht schnell die Witterung auf und lassen sich dann in Massen fangen. Zum Anfüttern eignen sich Mischungen aus Wattwürmern, Heringen, Krebschen, ... Verfeinert wird alles dann noch mit etwas Lockstoff wie Fischöl oder Krebsöl.

Köder: Ganz klar bester Köder ist und bleibt der Wattwurm. Gleichwertig ist allenfalls noch der Seeringelwurm. Alle anderen Köder sollten nur als Notnagel an Nordsee und Ostsee dienen. Zum Beispiel Muscheln, Krabben oder Heringsstückchen.

Beste Fangzeit: Flundern lassen sich das ganze Jahr über fangen. Die Angler schwören allerdings eher auf die etwas kältere Jahreszeit. Mit ein Grund sind die meist nervenden und jetzt fehlenden Touristen, die einem sonst ein Loch in den Bauch fragen. Ab dem Herbst wird jedenfalls das Wasser stark getrübt und aufgewühlt. Das mögen die Plattfische. Nebenbei kommen jetzt auch die Dorsche dichter an Land, sodaß man schöne "Beifänge" beim angeln erwischen kann.

Angelgerät: Vom Ufer kommen nur spezielle Brandungsruten in Frage. Mit ihnen lassen sich große Weiten erzielen. Spezielle Brandungsruten mit hoher Übersetzung runden das Angelgerät ab. Die Schnur sollte entsprechend dick sein. Es empfielt sich eine 35er oder 40er Hauptschnur mit vorgeschalteter Schlagschnur. Es geht aber auch Anders. Auf Molen darf das Gerät eine Nummer schwächer ausfallen. Ein Wurfgewicht bis 100g benötigt man hier allerdings auch. Vom Boot ist sogar Posenangeln möglich, eine sehr feine Bissanzeige die unheimlich Spaß macht.

Angeltechnik: Die Flunder ist ein Grundfisch und hier muss der Köder beim angeln auch angeboten werden. In der Regel werden große Brandungsbleie benutzt. An der Schnur werden dann meistens 2 Haken befestigt, bei Sturm um höhere Weiten zu erzielen manchmal nur 1 Haken. Weit zu werfen ist sehr wichtig, der Köder sollte beim fischen aber immer auf einer Sandbank liegen. Oft bemerkt man den Biss gar nicht wirklich und wundert sich dann, wenn beim einholen ein guter Plattfisch eingeholt wird. Das ist typisch. Die Rutenspitze zittert kurz und dann gräbt sich den Fisch in den Sand ein.

Drill: Aufgrund des schweren Angelgerätes kann man von drillen nicht wirklich sprechen. Der Fisch wird unter stetigem Zug so schnell es geht eingeholt. Ansonsten besteht die Möglichkeit das er sich am Grund festsetzt, da er versucht dorthin zu fliehen.


Verwertung: Plattfische sind allgemein sehr beliebt. Es werden hohe Preise für diesen Fisch erzielt. Die Angler können ihn sich umsonst besorgen. Die Flunder läßt sich hervorragend braten oder sogar räuchern. Sein Fleisch ist fest, weiß und sehr schmackhaft. Zudem sehr grätenarm. Das Fleisch läßt sich gebraten seitlich einfach von der Mittelgräte ziehen. Aber auch den rohen Fisch zu filetieren geht Kinderleicht. Zum braten den Fisch am Besten in Rührei kurz wenden und dann in Paniermehl baden. Dazu eigenen sich gut Pilze, Krabben, Zwiebeln.

Der Bestand der Flunder und Plattfische sind in Nordsee und Ostsee Rückläufig

An Nordsee und Ostsee wird die Flunder von Anglern zwar immer noch Regelmäßig gefangen, aber durch die starke Befischung durch Fischkutter bleibt für Angler kaum noch was übrig. Früher waren die Fische deutlich größer und zahlreicher. Angler können nicht viel machen, außer untermaßige Fische sowie weibliche Flundern innerhalb der Schonzeit zurückzusetzen. Trotzdem macht das fischen und angeln auf Plattfische sehr viel Spaß, sofern man denn welche fangen kann.

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Letztes Update am 20 Oktober 2017
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