Dorsch angeln in Ostsee, Nordsee, Infos zum Dorschangeln


Dorsch-Kabeljau angeln
Allgemeine Beschreibung: Der Dorsch (Gadus morhua) gehört zur Gruppe der Dorschartigen (Gadiformes) und lebt im Atlantik sowie im Mittelmeer. Die heimische Art (Gadidae) lebt in Nordeuropa, also auch Nordsee und Ostsee. Für die Fischer wie auch die Angler ist der Dorsch der "Brotfisch" und wird sehr häufig sowohl mit dem Netz als auch mit der Rute beim angeln gefangen.

Name: Dorsch. Die großen geschlechtsreifen Tiere nennt man auch Kabeljau.

Alter und Wachstum: Das Alter der Dorsche ist durch die intensive Fischerei stark begrenzt. Im Schnitt werden die Fische um die 8 Jahre alt. Vereinzelt werden sie aber deutlich älter. In kälteren Regionen bis zu 18 Jahren. Dorsche wachsen schnell, besonders in der Ostsee. Auch die Geschlechtsreife tritt früh ein, ansonsten könnte der Bestand auch nicht dem starken Druck der Fischerei standhalten.

Aussehen: Es gibt kein bestimmtes Aussehen der Fische. Je nach Lebensraum variiert die Färbung. Das kann von einem gelblichen bis zu einem dunkelbraunen "Tarnkleid" gehen. Auffallend ist der große Kopf, weswegen Angler meist nur größere Exemplare mitnehmen. Schneidet man nämlich den Kopf ab, bleibt vom Fisch nicht mehr viel übrig.

Dorsch geht beim angeln in Nordsee und Ostsee am häufigsten an den Haken

Verhalten: Besonders Vorsichtig muß man beim Dorschangeln nicht unbedingt sein. Der Biss ist vehement und meistens hakt sich der Fisch sogar selber. Das gilt für das Pilkern wie für das Naturköderangeln. Hier darf man sogar nicht zu lange warten, will man vermeiden das der Haken tief geschluckt wird. Eine wichtige Maßnahme angesichts der schwindenden Bestände, denn dadurch gibt man dem Nachwuchs eine Chance.

Maximale Größe: Große Dorsche werden bis zu 45 KG schwer. Meist sind das dann mit Laich prall gefüllte Ausnahmefische. Zunehmend wird die Angelei auf Laichdorsche jedoch abgelehnt. Gerade die Angler sollten hier beim angeln mit gutem Beispiel vorangehen, auch wenn ihr Anteil am Fang, im Vergleich zur Fischerei, verschwindend gering ist.

Ausland: Oftmals werden die Skandinavischen Länder von deutschen Anglern aufgesucht. Hier sind Traumfänge möglich, sodaß die Fischkisten in der Regel prall gefüllt sind. Aber auch in der heimischen Ostsee, beispielsweise bei Tonne V, sind excellente Möglichkeiten zum Dorschangeln vorhanden.

Laichzeit: Die Laichzeit vom Dorsch oder Kabeljau erstreckt sich von Dezember bis März hinein.

Lebensraum: Dorsche lieben "Leopardengrund". Das bedeutet ein Mischgrund aus Sand, Steinen und Tang. Hier findet er Schutz und Nahrung. Ausgedehnte Sandstrände sind hingegen eher etwas für Plattfische wie der Flunder. Sie lieben es dunkel und tief, diese Regel gilt insbesondere für die Tagphase. In der Nacht kommt der Dorsch dichter ans Ufer und in flachere Regionen.

Anfüttern: Das Anfüttern gestaltet sich aufgrund der Strömung und Tiefe des Gewässers als schwierig. Dennoch kann man Dorsch anlocken. Füllen Sie eine Art Futterkorb mit einer Mischung aus zerkleinertem Hering, Wattwürmern und Krabben und fügen Sie noch ein paar Tropfen konzentrierten Lockstoff hinzu. Die Fische haben ein ausgezeichnetes Riechorgan, ein Grund weshalb man Dorsche auch in völliger Dunkelheit fangen kann.

Dorsche sind manchmal Wählerisch beim Köder


Köder: Vom Boot kommen meist Pilker beim angeln zum Einsatz. Zusätzlich wird ein Beifänger, etwa ein Twister oder Gummifisch, an die Schnur geknotet. Beim Naturköderangeln ist der Köder Nummer Eins der Wattwurm. Fast ebenbürtig und besser am Haken sitzend ist der Seeringelwurm. Daneben lohnt ein Versuch mit Krabben, Wollhandkrabben, Tintenfisch, Heringsfetzen oder Muschelfleisch.

Beste Fangzeit: Mit der kalten Jahreszeit kommt auch der Dorsch in die Reichweite der Angler. Ab dem Herbst, wenn die ersten Stürme über das Meer fegen, kann man mit guten Fängen rechnen. Aufgewühltes und trübes Wasser steigern die Erfolgsaussichten. Ebenso möglichst auflandiger Wind, da er viel Nahrung ans Ufer spült.

Angelgerät: Beim Bootsangeln werden meist Angelruten bis zu 3 Metern eingesetzt. Da man diese ständig in der Hand hält, sollten diese nicht zu schwer sein. Angeln aus Carbon werden diesen hohen Anforderungen gerecht. Das Wurfgewicht sollte bis zu 150 Gramm betragen, was völlig ausreichend ist, denn man will ja auch Gefühlvoll fischen. Kombiniert wird eine solche Rute mit einer großen seewasserfesten Stationärrolle, gefüllt mit entsprechender monofiler Schnur um die 0,40 mm. Aber auch geflochtene Angelschnur wird immer häufiger benutzt. Beim Brandungsangeln werden Ruten je nach Körpergröße um die 3,50 bis zu 5 Metern benutzt. Auch hier kommen große Meeresrollen zum Einsatz. Gefüllt mit 0,35er monofiler Hauptschnur und 0,50er Schlagschnur.

Angeltechnik: Dorsche leben knapp über dem Grund und dort müssen wir versuchen hinzukommen. Beim Pilken bedeutet das Auswerfen, absinken lassen und dann vom Grund auf und ab bewegen. Beim Brandungsangeln ist man automatisch am Grund. Hier kommt es im Gegensatz eher darauf an, den Köder etwas vom Boden abzuheben. Beispielsweise mit Auftriebskugeln. Auf diese Art und Weise finden die Fische unseren Köder besser.

Drill: Beim Boots oder Wrackangeln muß der Dorsch zügig hochgepumpt werden. Der Fsich darf keine Möglichkeit bekommen sich noch am Grund festzusetzen. Gleiches gilt auch beim Brandungsangeln.

Verwertung: Wie fast alle Meeresfische sind Dorsche sehr Würzig und Schmackhaft. Verwendung finden diese Fische beispielsweise in Fischstäbchen oder panierten Kabeljaufilets. Man kann die Fische braten, grillen oder sogar räuchern. Man muß nur aufpassen, daß die Fische aufgrund ihres mageren Fleisches nicht zu trocken werden. Angler filetieren ihre Fische jedoch meistens. So umgeht man auch das ausnehmen der Dorsche, was nicht jedermanns Sache ist. In Dänemark gibt es sogar Stockfisch. Das ist in Salz eingelegter getrockneter Dorsch.

Dorschangeln erfordert viel Wissen und Kraft

Wer sich mit diesen Fischen anlegt, sollte hochwertiges und starkes Angelgerät besitzen. Man sollte bedenken, daß beim Brandungsangeln meist auch noch ein 150 Gramm Wurfblei oder Pilker an der Schnur hängt.  Dorsche sind sehr ausdauernd und biegen die Angelruten gut durch. Leider werden die Fische aufgrund von Überfischung immer kleiner und weniger. Untermaßige Dorsche sollten daher zurückgesetzt werden. Und bitte auf Dorschangeln auf mit Laich gefüllte Fische verzichten.

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Letztes Update am 24 Mai 2018
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