Hecht angeln: Köder und Infos zum Hechtangeln, fischen


Hecht angeln
Allgemeine Beschreibung: Der Hecht (Esox lucius) gehört mit zur Unterwasserpolizei unserer heimischen Gewässer. Ohne ihn würden die Weißfischbestände "verbutten" und Krankheiten sich schneller ausbreiten. Der ewig hungrige  Räuber ist zudem eine interessante Beute für jeden Angler. Auch Gastronomisch gesehen ist der Hecht eine Bereicherung für die Küche.

Name: Hecht (Esox lucius)

Alter und Wachstum: Hechte können unter Idealbedingungen bis zu 25 Jahre alt werden. Meist handelt es sich dann um weibliche Tiere, welche auch größere Gewichte erreichen. Im Normalfall werden sie aber eher so um die 10 Jahre alt, denn auch auf diese Räuber lauern viele Gefahren. Hechte können sehr schwer werden. Rekordfische erreichen Gewichte bis zu 25 KG. Angler bekommen es beim angeln aber eher mit Fischen zu tun, die bis zu 10 KG wiegen.

Aussehen: Der Hecht besitzt ein wunderschönes Tarnkleid, welches ihm Attacken aus der Deckung ermöglicht, denn der Hecht ist im Gegensatz zum Zander kein Dauerschwimmer. Er bevorzugt Hinterhalte innerhalb seines Revieres. Sein Körper ist Torpedoförmig, was eine hohe Angriffsgeschwindigkeit ermöglicht. Auffallend ist auch sein großes Maul mit unzähligen Zähnen. Ein Fisch der hier einmal hineingerät kommt nicht wieder raus. Prägnant sind auch die großen Augen vom Hecht, was ihn als Sichträuber kennzeichnet.

Hecht mit Ansage beim angeln. Wer Erfahrung hat, fängt mehr.

Verhalten: Große Fische besitzen in der Regel ein Revier. Fängt man diesen heraus, wird es von einem kleineren Hecht besetzt. Innerhalb dieses Revieres startet der Räuber seine Raubzüge die er vornehmlich Tagsüber oder in der Dämmerung unternimmt. Wegen seiner standorttreuen Lebensweise empfielt sich daher das angeln mit Pose, da man mit dieser Methode eine größere Wasserfläche abfischen kann.

Maximale Größe: Jeder Angler träumt beim Hechtangeln von einem Räuber jenseits der 1 Meter Marke. In nährstoffreichen Gewässern mit viel Beute ist dies auch gut möglich. Solche Fische sind dann schon gut 30 Pfund schwer. Es wurden aber sogar schon Längen von bis zu 1,5 Metern und über 50 Pfund erreicht.

Ausland: Der Fisch ist überall in nördlichen Breitengraden weit verbreitet. Deutschland hat ausgezeichnete Bestände und regelmäßig werden beim Hechtangeln Traumfänge gemeldet. Wer im Ausland einen Versuch wagen möchte, sollte sein Glück in englischen Gewässern versuchen. In Irland gibt es ebenfalls kapitale Brocken. Auch in Skandinavien kann man erfolgreich auf Hecht angeln.

Laichzeit: Wenn der Winter langsam weicht und erste warme Sonnenstrahlen auf das Wasser treffen, wird der Hecht aktiv und fängt an zu laichen. Hierzu schwimmt er in Bereiche die Verstecke bieten und sich leicht erwärmen. Das ist ungefähr im Februar bis April der Fall. Als Angler sollte man in dieser Zeit auf das angeln auf den urigen Räuber verzichten.

Lebensraum: Der Hecht ist eher ein Sichträuber und bevorzugt daher klarere Gewässer als zum Beispiel Zander. Hier hat er seine bevorzugten Standplätze an Schilfkanten, Seerosenfeldern, ins Wasser hängende Äste, Baumwurzeln, einmündende Flüsse, Vertiefungen usw. Er läßt sich in Flüssen, Seen, Teichen oder sogar ausgesüßten Bereichen der Ostsee (Brackwasser) finden und fangen.

Hechte lassen sich mit einem Köder aus Fisch anlocken

Anfüttern: Früher wurde die Möglichkeit Hechte anzufüttern vollkommen unterschätzt. Das Gegenteil ist der Fall, denn man kann sie ausgezeichnet an einen Fangplatz gewöhnen. Direkt oder indirekt. Direkt heißt, man füttert regelmäßig eine Futterstelle mit Köderfischen an.  Tip: Brotdose mit toten Köderfischen füllen, Steine und Wasser hinzufügen und dann einfrieren. Füttern Sie auf diese Weise ein paar Tage an, haben Sie fast Fanggarantie sofern Hechte oder auch andere Räuber vorhanden sind. Beim indirekten Anfüttern macht man sich die Eigenschaft der Hechte zunutze, seinen Futterfischen zu folgen. Legen Sie ganz normal ihre Angeln aus und füttern Sie dann kräftig mit Paniermehl, Haferflocken etc. an, sodaß sich unmengen von Kleinfischen an ihrer Angelstelle tummeln. Diese locken dann die Räuber an.

Köder: Top Köder auf Hecht ist nach wie vor der tote Köderfisch. Auch große Fische können verwendet werden, in ein Hechtmaul paßt ordentlich was rein. Aber auch Gummifische, Wobbler und Blinker fangen ihren Fisch beim Hechtangeln. Hier hat man den Vorteil eine noch größere Wasserfläche abzufischen. Allerdings gibt es mitlerweile auch "Blechmüde" Fische, sodaß auch ein Versuch mit natürlichem Köderfisch am System einen Versuch wert ist.

Beste Fangzeit: Hechte erwischt man Tagsüber. Ideal ist es, wenn es stark bewölkt und dunkel evtl. regnerisch ist. Auch die Dämmerung ist ausgesprochen erfolgsversprechend. Nur Ententeichwetter mit starker Sonneneinstrahlung wäre ungünstig.

Hechtangeln erfordert starkes Angelgerät

Angelgerät: Zum Einsatz kommen schwere Hechtruten mit Wurfgwichten um die 50-100 Gramm. Hiermit ist man auch für kapitale Brocken gerüstet. Die Angelrolle sollte eine Stationärrolle sein, gefüllt mit mindestens 30er monofiler Angelschnur. Oder aber eben dünnere geflochtene Schnur. Ganz wichtig beim Hechtangeln ist auch die Verwendung eines Stahlvorfachs, da ansonsten die Gefahr eines Schnurbruchs besteht.

Angeltechnik: Meist wird auf Hecht mit der Pose geangelt. Diese kann ruhig etwas größer ausfallen, da der Räuber nicht so Posenscheu ist. Mit Grundblei wird recht wenig geangelt, kann in Flüssen aber auch zum Erfolg führen. Versuchen Sie den Köder entweder im Mittelwasser oder knapp über Grund anzubieten.

Drill: Hechte sind nicht unbedingt sehr ausdauernt, können bei der ersten Flucht aber gewaltige Kräfte freisetzen. Versuchen Sie ihm stetigen Druck entgegenzusetzen, damit er nicht in seinen Unterstand oder andere Hindernisse flüchten kann.


Verwertung: Hechtfleisch ist eine Delikatesse und wird recht selten im Fischhandel angeboten. Viele Menschen haben diesen Fisch wohl weder zu Gesicht bekommen noch verzehren können. Dabei ist dieser Edelfisch ein echter Gaumenschmaus. Festes grätenarmes und weißes Fischfleisch zeichnen den Hecht aus. Man kann ihn Vielseitig verwenden und beispielsweise braten oder grillen. Meist wird er hierzu in Kotlettstücke geschnitten. Aber auch ein Versuch im Räucherofen kann nicht schaden. Probieren Sie es aus.

Hechtangeln ist Glück und Können zugleich

Viele Angler ziehen oft auf Hecht los und kehren als Schneider zurück. Manchmal hat man aber einfach Glück und rechnet überhaupt nicht mit einem Fang. Man muß die Gelegenheit beim Schopfe packen. Beispiel: Man möchte Köderfische angeln und hat schon etliche gelandet und plötzlich geht nichts mehr. Wer jetzt an einer Rute einen Köderfisch auslegt, wird wohl schon bald einen Hecht oder anderen Räuber herausziehen können. Ich habe es selber ausprobiert und erlebt.

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