Schleie angeln: Köder, Gerät, Infos zum fischen auf Schleien


Schleie angeln
Allgemeine Beschreibung: Die Schleie (Tinca tinca) ist bei den Anglern sehr beliebt. Grund hierfür ist ihre geheimnisvolle Lebensweise sowie die Beliebtheit in der Küche. Wirtschaftlich gesehen ist die Schleie allerdings längst nicht so gefragt wie z.B. der Karpfen. Trotzdem ist es ein toller Sportfisch, der beim angeln viel Erfahrung und Geschick erfordert und heisse Drills bietet.

Name: Schleie (Tinca tinca)

Alter und Wachstum: Schleien wachsen je nach Umweltbedingungen recht unterschiedlich ab. Viel Nahrung und ein nicht zu kühles Gewässer mit Pflanzenbewuchs wie Seerosen sind ideal. Ganz wichtig ist aber auch ein guter Raubfischbestand, welcher die Weißfischkonkurrenz und auch eigene Bestandsdichte reguliert. Sind diese Bedingungen erfüllt, wachsen die Fische schnell zu respektablen Größen heran. Angler kommen beim angeln meist mit Fischen um die 500-1000 Gramm und einem Alter von ca. 5 Jahren in Kontakt.

Aussehen: Auffallend ist die grünliche Farbe der Schleie. Mit ihrer Hilfe verschwimmen für Raubfische die Konturen im bevorzugten Aufenthaltsort Pflanzendschungel. Mit den 2 Barteln am Maul durchsiebt die Schleie den Boden nach Freßbarem. Es sind also Geschmacksorgane die bei der Nahrungssuche helfen. Dien Fisch bedeckt außerdem eine dicke Schleimschicht, welche sie vor Bakterien, Verletzungen etc. schützt.

Angeln auf Schleie erfordert viel Erfahrung und Wissen beim fangen

Verhalten: Die Schleie ist ein typischer Grundfisch. Hier findet Sie ihre Nahrung und auch Schutz vor Raubfischen. Fänge im Freiwasser sind daher immer Zufall. Meist haben Schleien daher immer eine "Schutzburg" in Form von Seerosen, Schilfkanten, etc. in ihrer Nähe wohin sie bei Gefahr flüchten können. Überhaupt ist der Fisch sehr vorsichtig und registriert Bewegungen in ihrer Umwelt sehr genau. Man sollte daher immer vermeiden beim angeln oder fischen laut am Gewässer zu agieren.

Maximale Größe: Es sind schon Schleien bis zu 14 Pfund gefangen worden. Das sind dann aber absolute Fabelwesen und die Wahrscheinlichkeit ist so gering, daß man wohl eher einen 6er im Lotto hat. Auch Fische um 5 KG sind absolut selten. Die Länge liegt dann in etwas um die 60 cm.

Laichzeit: Schleien sind typische Sommerlaicher. Erst wenn es richtig warm ist, kommen Schleien in Schwung. Das dürfte ungefähr Ende Mai der Fall sein. Weibchen sind sehr fruchtbar und legen Hunderttausende von Eiern ab. Das ist der Grund, weshalb Gewässer mit ihnen schnell verbutten können, wenn keine Raubfische vorhanden sind.

Lebensraum: Die Schleie fühlt sich in mehreren Gewässertypen wohl. In langsam fließenden Flüssen, Seen, Teichen, Altarmen etc. ist sie zu Hause. Dort lebt sie vornehmlich in Grundnähe, meist dicht an Seerosenfeldern, Schilfkanten oder anderen Hindernissen im Wasser.

Die Schleie nimmt nicht jeden Köder an


Anfüttern: Auch Schleien lassen sich anlocken oder anfüttern. Allerdings sollte man darauf achten nicht zu viel kleine Partikel beizumengen, denn sonst lockt man zu viele Weißfische an. Nehmen Sie daher vorzugsweise Haferflocken, Mais, kleine Teigstücke etc. zum anfüttern. Lebendfutter sollte ebenfalls nicht fehlen wie Maden oder Würmer.

Köder: Favoriten der Schleie sind Maden und Würmer. Aber auch Mais wird genommen, wenn zuvor damit angefüttert wurde. Auch ein Versuch mit Teboraupe oder Bienenmaden kann erfolgsversprechend sein. Im Frühjahr gelten Rotwürmer als Topfavorit.

Beste Fangzeit: Bis auf den Winter kann man die Schleie eigentlich zu jeder Jahreszeit angeln und fangen. Die beste Zeit ist jedoch der Frühling. Sie findet dann noch nicht so viel Nahrung und auch die Pflanzen sind noch kein undurchdringlicher Dschungel. Ein Ansitz ist besonders am frühen Morgen oder Abend erfolgsversprechend. Man kann aber zu jeder Tageszeit mit einem Biss rechnen.

Angelgerät: Wegen der vielen Pflanzen empfiehlt sich eine Rute mit einer Länge um die 3-4 Meter und einem Wurfgewicht um die 30-60 Gramm. Da man keine extremen Weitwürfe benötigt, ist eine kleine Angelrolle ausreichend. Füllen kann man diese mit 25er monofiler Angelschnur. Allerdings kann man aus Sicherheitsgründen zum Beispiel in Seerosenfeldern durchaus 30er oder mehr nehmen.

Angeltechnik: Schleien sind vorsichtig und deshalb werden Posenmontagen in der Regel bevorzugt. Mit Grundblei zu angeln kann aber in strömenden Gewässern Sinn machen. Beim Posenangeln wird die Pose so ausgebleit, daß das Blei auf dem Grund liegt. Nimmt der Fisch den Köder auf, fällt die Pose um. Ein typischer Hebebiss.

Drill: Wegen der vielen Hindernisse im Wasser darf man sich auf einen wirklichen Drill nicht einlassen. Versuchen Sie die Schleie ins freie Wasser zu dirigieren, denn dort können Sie den Fisch austoben lassen.

Verwertung: Schleien sind ausgezeichnete Speisefische. Ihr Fleisch ist mager und grätenarm. Der einzige Nachteil dürfte wohl sein, daß man diese Fische kaum regelmäßig fängt. Zubereitet sind sie sehr Schmackhaft. Man kann sie grillen, braten oder räuchern. Gerade letzteres sollte unbedingt ausprobiert werden, denn sie stehen Forellen in nichts nach. Im Fischgeschäft wird die Schleie nicht allzuoft angeboten, sodaß wir versuchen müssen den Fisch beim angeln zu fangen, wollen wir in den Genuß dieser Delikatesse kommen.

Die Schleie ist beim angeln nicht einfach zu fangen

Sie ist nicht so einfach gezielt zu befischen. Oft wird sie beim Brassenangeln mit Wurm gefangen. Wer seine Chancen erhöhen möchte, der sollte seine Angel in der Nähe von Wasserpflanzen auslegen. Beim Drill sollte man der Schleie aber nicht die Möglichkeit geben in die Nähe der Pflanzen zu schwimmen, um Hänger zu vermeiden. 

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Letztes Update am 24 Mai 2018
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