Fangquote für Angler wurde abgelehnt

Rubrik: Umweltschutz / Autor: marco / Artikel vom 08.12.2011   

Die von der EU geforderte Fangquote für Dorsch, Plattfisch etc. ist vom Tisch

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Eigentlich ist der Sachverhalt durchaus als kurios zu bezeichnen. Konkret geht es darum den Anglern eine Fangquote zuzurechnen, welche auf die Quote der Berufsfischer angerechnet wird. Im Endeffekt heißt das indirekt, den Anglern eine gewisse Mitschuld am Schwund unserer Fischbestände im Meer zu geben. Dabei ist es ganz offensichtlich und für jeden Angler ganz klar, wie es zu dem dramatischen Rückgang an Dorsch, Plattfisch, Hering etc. kommen konnte.

Erst kürzlich kam wieder eine Sendung über den Fang und die Verarbeitung von Seefisch im Fernsehen. Mit einmal Netz einholen werden von einem Industriefangschiff mal eben 60 Tonnen Fisch eingeholt. Letztendlich gibt es von dieser Sorte Schiff aber nicht nur Eines, welches unsere Meere ständig kreuzt, immer auf der Suche nach dem grossen Fang. Dabei bedient man sich modernster Technik, als Fisch hat man keine Chance zu entkommen. Leider gibt es aber auch immer viel nicht verwertbaren Beifang, welcher Tot wieder dem Meer übergeben wird. Dort wo Grundnetze gefischt haben, hinterläßt man eine Wüste, welche sich nur schwer wieder erholt.

Wie man jetzt überhaupt nur auf die Idee kommen konnte, die Angler träfe eine Mitschuld an dem Schlamassel ist ein grosses Rätsel, welches nur die EU lösen könnte. Im Endeffekt fangen die Angler nur für den eigenen Kochtopf und die paar Fische sind weniger als ein Tropfen auf den heissen Stein. Problematisch ist hingegen die kommerzielle Fischerei, welche in grossem Stil die Meere plündert. Als Fisch wird man heutzutage nicht mehr sehr alt und der Grund, weswegen die Fischbestände nicht schon viel früher zusammengebrochen sind liegt daran das die Fische früher Geschlechtsreif wurden und mehr Eier produzierten. Damit konnte zumindest Ansatzweise ein Zusammenbrechen der Populationen verhindert werden.

Aber alles hat auch seine Grenzen und so sollte man nun endlich anfangen sich an die wirklich Verantwortlichen zu richten. Im Grunde genommen kann man den Fischern noch nicht einmal die Schuld daran geben, denn diese fangen einfach die Menge, welche sie von der EU freigegeben bekommen haben. Allerdings weiß auch jeder Angler das diese viel zu hoch und eigentlich Unverantwortlich sind. Im Endeffekt läßt man es somit nämlich zu das die Fischer ihre eigene Lebensgrundlage zerstören, für einen kurzzeitigen Profit. Als Angler leidet man unter dieser Politik zu 100% mit, denn wenn man die Väter von ihren damaligen Fängen reden hört kommt man ins schwärmen. Heute kann man froh sein, wenn es überhaupt mal für eine Mahlzeit langt.

In dieser Hinsicht habe auch ich schon meine Erfahrungen machen können. Vor knapp 12 Jahren als ich mit der Meeresangelei anfing, hatte ich von einer Seebrücke aus stets viele Dorsche und Plattfische in beachtlichen Größen gefangen, darunter auch ab und an mal ein richtig kapitaler Opa. Mit der Zeit nahmen die Fänge im Schnitt stark ab und heute ist es so, das man fast nur noch untermaßige Fische fängt und wenn man Glück hat ist mal ein maßiger Fisch mit dabei. So macht das Angeln kaum noch Spaß, vor allem dann nicht wenn man sieht wie die Stelle mitlerweile mit Reusen zugepflastert ist und etwas weiter draussen die Fangschiffe kreuzen. Als Angler fängt man heute den kläglichen Rest, welche die Schiffe übrig lassen.

Die EU sollte solche Ablenkungsmanöver lieber unterlassen und sich der Berufsfischerei zuwenden, bzw. die Fangquoten auf wirklich realistische Werte korrigieren. Ich kann mich entsinnen, das eine bekannte Umweltorganisation auf eine damalige Bekanntgabe von Fangquoten bereits den Kollaps von Kabeljau vorhergesagt hat. Nun scheint es wirklich bald soweit zu sein, wenn man schon die Angler in gewisser Weise mitschuldig machen möchte.

Glücklicherweise haben sich der VDSF, DAV und EAA erfolgreich und geschlossen für die Angler eingesetzt und dafür gesorgt, daß der Antrag abgelehnt wurde. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack das man nicht bessere Möglichkeiten finden kann oder will. Dabei sind die Lösungen einfach und effektiv, wie beispielsweise die Senkung der Fangquoten, Einrichtung von Schutzgebieten, größere Maschengrößen, modernere Netze, um Beifänge zu reduzieren, Schonzeiten, ... Sicherlich kosten einige Maßnahmen Geld, aber wer nur nehmen aber nichts geben will, der sollte sich irgendwann nicht wundern, wenn das Meer zur Wüste geworden ist.

In einem Punkt muß ich allerdings einer Einschränkung der Angler zustimmen, denn die bewußte Angelei auf mit Laich prallgefüllte Dorsche sollten von Angelkuttern unterlassen werden. Solche großen Fische sind die Grundlage für die zukünftige Generation an Dorschen und wir tun gut daran ganz von selbst auf diese Unsitte zu verzichten.

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