Angeln auf Saibling in der unberührten Natur von Schweden

Rubrik: Ausland / Autor: Marco / Artikel vom 25.02.2011   

Hoch zu Ross geht es auf die Jagd nach dicken Bergsaiblingen an Bach und See

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Hier kommt endlich mal was NEUES und Außergewöhnliches: NICHT ”hoch auf dem gelben W-a-a-gen”, sondern hoch zu Ross auf der ”Jagd” nach den dicken Brocken, den ”Fjällrödingen”, in der herrlichen, exotischen Bergwelt von Härjedalen, Schwedens schönster Landschaft. Das Gewicht der ”Rothäute” liegt normal bei 1 KG und aufwärts, wobei Gewichte von 2-3 KG keine Seltenheit sind! Was? ”Das gibt´s doch nicht”? Na dann mal raus mit den Ruten, um ganz schnell eines Besseren belehrt zu werden!

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”Sage mir den Angler der keine Träume hat und ich sage dir ob der noch am Leben ist”! Träumen tun wohl die meisten Menschen, aber nur wenige tun was dafür um ihre Träume wahr zu machen. Viele hocken zu Hause rum, und träumen und träumen, und mehr wird´s nix, LEIDER. Wobei es doch so einfach wäre, einen Anglertraum zu verwirklichen!

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Man stelle sich folgendes vor: Ankunft in Härjedalen mit dem eigenen Auto, die Karre abstellen und VERGESSEN. Schon die Anfahrt vom Dorf Hede in Richtung ”Camp Nysätern” ist ein kribbeliges Naturerlebnis, ein deutlicher Hinweis darauf, was einen erwartet. Bei der Ankunft im Camp zeigt der erste Blick die ganze Herrlichkeit der großzügigen Bergwelt und Natur Härjedalens. Ein rauschender Bach mit Bachforellen direkt vor der Haustür, ansonsten himmlische Ruhe! Tiefe Wälder und hohe Berge umrahmen die gemütliche Hütte, in der man die erste Nacht verbringt. Ist man Frühaufsteher, kann man sich ein paar Meter vor der Hütte schon mal ein paar schöne Forellen fangen. Danach herzhaft frühstücken und schön Kaffee trinken. Dann werden die Pferde gesattelt, gezäumt und bepackt und los gehts. Das grösste Erlebnis eines bisher vielleicht langweiligen Anglerdaseins ruft!

Hier kann jeder Angler seinen Traum ausleben, mal etwas ganz anderes tun, etwas wovon garantiert nie ein Angler gewusst oder geträumt hat: Angeln in der exotischen Bergwelt Härjedalens, die man mit keinem BMW oder einer anderen Kutsche, sondern nur hoch zu Ross zu erreicht. Wer hat nicht schon mal vom Leben der ”Cowboys over there” geträumt? Die “Mustangs” warten schon ungeduldig, Betreuer “Wyatt Earp” auch. Wir brauchen nur die Colts mit Angelruten zu tauschen, in den Sattel zu steigen, die Zügel in die Hand zu nehmen und AB GEHT DER PONY-EXPRESS!

Der Ritt mit Bergführer geht durch die ungezähmte Wildnis und Bergwelt Härjedalens, mit murmelnden Bächen und im Sonnenschein glitzernden Bergseen hier und da, die alle Edelfische beheimaten. Die überwäldigende Aussicht macht einen total stumm und frisst sich unvergesslich für alle Zeit ins Gehirn ein. Menschen? Trifft man totsicher keine! Dagegen sind Rentiere, Elche, Luchse, Schneehühner, Auer- und Birkwild, vielleicht sogar ein Bär, keine Seltenheit. Aber keine Menschen! Man sollte besonders observant sein, wenn ein “Kungsörn” (Königsadler), auf deutsch Steinadler, seine Kreise über dem See zieht. Die Steinadler versuchen nämlich immer wieder, einen der gefangenen Saiblinge zu klauen! Wilde Tiere haben normalerweise keine Scheu vor Pferden, die sie eh als ihresgleichen betrachten. Dass da oben drauf ein Menschlein hockt, vernehmen die überhaupt nicht, vorrausgesetzt man kann die Lippen kneifen, den Mund halten. Das ”komische Geschöpf” im Sattel wird dann meistens als ”harmlos” angesehen und man kommt näher an die Tiere heran um wunderbare Bilder knipsen zu können!

Nach einem etwa 3-stündigen Ritt durch einzigartige Natur sieht man dann plötzlich in der Ferne einen Bergsee, an welchem einige Hütten stehen, mit Bergen rund herum. Blauer Himmel, die Sonne scheint, das Leben lacht, die Hände jucken und zucken um den ersten Wurf zu machen. Aber am Allerbesten: alle Sorgen sind wie vom Winde verweht!

Kurz danach ist man am heimlichen Bergsee angelangt, von dem nur sehr wenige Menschen wissen, wahrscheinlich weniger als die 10 Finger an beiden Händen. Man richtet sich in der gemütlichen Hütte ein und legt sich erst mal lang auf die Pritsche, um den vom Ritt strapazierten Popo eine gutverdiente Pause zu gönnen. Dann wird Feuer gemacht und Essen zubereitet, welches meistens aus Rentier- oder Elchfleisch besteht. Bier gibt´s in den Bergen keins, aber das Bergwasser vom See oder aus dem naheliegenden Bach schmeckt sowieso viel besser. Der Kaffee oder Tee der mit diesem Wasser zubereitet ist, ohne Klor und andere ”gesundheitsschützenden Zutaten”, schmeckt wie noch nie zuvor! Und die Stille um uns herum ist einfach betäubend!

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Aber dann gehts los. Angelruten raus, fertig gemacht und die paar Schritte zum Bergsee hin sind in unter 10 Sekunden geschafft. HOPPLA – da springt doch einer, da noch einer, und dort auch! Dicke Bergsaiblinge kommen wie Raketen aus dem Wasser geschossen, Schwanzflossen auf Vollgas um das Gleichgewicht zu halten und fallen mit einem deutlich hörbaren Klatsch ins Nasse zurück. Ob die wohl die gejagten Fliegen erwischt haben?

Wer hier keinen schönen Saibling (oder Saiblinge) fängt, muss halt dann am Abend trockenes Knäckebrot ohne Belag essen. Aber das ist unwahrscheinlich. Gefangen werden die ”Rothäute” entweder mit der Fliegenrute, aber auch mit der Spinn- oder Stiprute. Fliegen, Würmer, Maden, Maiskörner, Wobbler und auch Spinner, ALLES geht. Wenn die am Beßen sind, jagen die auch einem Kaffeelöffel hinterher. Nur der Gedanke daran dass hier fast nie ein Mensch hinkommt, ist verantwortlich für nervöse Schweißausbrüche, zitternde Knie und Hände! Und dann kommt der Genuß: frisch gefangen, sofort auf den Grill und der große Schmaus beginnt. Man sagt zwar ”ein Fisch muß dreimal schwimmen, einmal im Wasser, einmal in Butter und einmal in Wein”, aber ich persönlich grille meine Fische direkt nach dem Fang am Lagerfeuer. Man bedient sich dabei einer besonderen Methode: etwas Salz, Pfeffer, ein Butterstückchen in den Saiblingbauch und dazu noch ein Zweigchen vom nächsten Wacholderbusch, die ”Rothaut” dann eingewickelt in eine nasse Zeitung und zack auf die Kohle. Besser geht´s nicht und besser schmeckt NIX!

Die erste Nacht verbringt man in den hier abgebildeten Hütten im Camp, die folgenden Nächte am heimlichen Bergsee in einfacheren, jedoch gemütlichen Hütten in der Wildnis.

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Am nächsten Morgen bis etwa Lunch wieder Saiblinge überlisten und dann gehts leider zurück in die ”Zivilisation”, natürlich wieder auf dem Gaul. Die Pferde die hier benutzt werden sind von der Rasse ”Nordsvenska”, auf Deutsch ”Nordschwedische”. Diese sind mit dem schwedischen Berg-Terrain bestens vertraut und sind abgerichtet für erfahrene Reiter, sowie auch für Anfänger. Man kann verschiedene Pakete buchen, zum Beispiel 2-tägige Touren mit Übernachtung am Bergsee, aber ebenso Wochentouren. Fischen kann man den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch. In den Paketen ist übrigens alles eingeschlossen: Pferde, Hütte, Angelkarte, Vollverpflegung (zubereitet vom Guide) u.s.w. Der Preis umfasst ALLES, außer dem Angelgerät, welches jedoch bei Bedarf gemietet werden kann. So – nun sofort aufhören zu träumen – Buchung ist die einzige Rettung!

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Herzlich willkommen zum ”Gaulangeln”!

Bitte beachten:
Wir nehmen jeden Sommer nur 3 Gruppen von je max 5 Personen entgegen, egal ob das eine Familie mit Kindern oder eine Gruppe Anglerfreunde ist! Die Betonung liegt dabei auf ”Gruppen”, egal ob diese 2 oder 5 Personen umfassen.

Wir sprechen zwar nur ein paar Worte Deutsch, aber englisch geht ausgezeichnet. Und wer weiß, vielleicht lernen Sie ein paar Brocken schwedisch? Eines ist sicher, wenn Sie nach Hause kommen, wissen Sie wenigstens dass Saibling auf schwedisch RÖDING heißt! Und wenn Sie an einem exklusiven Angelerlebnis interressiert sind, welches bis jetzt nur sehr wenige Angler erleben durften, dann nehmen Sie doch bitte Kontakt mit uns auf:

www.bokaharjedalen.se und info@bokaharjedalen.se

Haben Sie es eilig, oder wenn Sie weitere Fragen haben, dann rufen Sie am Besten unseren Ansprechpartner in Deutschland an (Abends oder Wochenende):

Frank Rupp, Telefon 05906-7000

Bericht und Bilder von Horst Kuehne

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