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Hering-Angeln

Wann ist die Heringszeit? Wann beißen Heringe? Die beste Zeit fürs Heringsangeln

Heringszeit: Beste Fangzeit und Tipps fürs Angeln

Heringe gehören zu den spannendsten Zielfischen an der deutschen Küste. Besonders im Frühjahr locken sie tausende Angler an die Förden, Häfen und Boddengewässer. Die gute Nachricht: Wer die richtige Jahreszeit und Tageszeit kennt, hat ausgezeichnete Chancen auf erfolgreiche Fänge. Dieser Artikel zeigt, wann Heringe wirklich beißen und wie Angler die besten Bedingungen nutzen.

Die Heringszeit, auch als Heringssaison bezeichnet, stellt eine signifikante Phase im jährlichen Migrationszyklus der Heringe dar. Während dieser Periode vollziehen Millionen von Heringen (Clupea harengus) ihre Wanderung aus den offenen Meeresgebieten in küstennahe, flachere Gewässer zum Zwecke der Fortpflanzung und des Laichens.

Das Wichtigste in Kürze

Heringsangeln ist erfolgreich, wenn folgende Faktoren zusammenkommen:

  • Die Hauptsaison läuft von Mitte März bis Ende April, mit dem April als Spitzenmonat für die meisten Fänge.
  • Morgens und abends sind die besten Beißzeiten, doch auch tagsüber können plötzlich intensive Phasen einsetzen.
  • Förden, Häfen, Flussmündungen und Boddengewässer sind die klassischen Angelplätze an der Ostsee.
  • Heringe sind Schwarmfische, daher lohnt sich ein Platzwechsel, wenn längere Zeit nichts passiert.
  • Wassertemperatur, Luftdruck und Wetter beeinflussen die Beißlust erheblich.

Die Heringssaison im Jahresverlauf

Die Heringssaison an der deutschen Küste folgt einem natürlichen Rhythmus, der eng mit dem Laichverhalten der Fische verbunden ist. Wenn die Wassertemperaturen im Frühjahr langsam ansteigen, beginnen Heringe ihre Wanderung vom offenen Meer in die flacheren Küstenbereiche. Dieser Zug ist für Angler das Signal, dass die beste Zeit beginnt.

Die Hauptsaison erstreckt sich von Mitte März bis Ende April. Der April gilt dabei als absoluter Spitzenmonat mit den meisten und zuverlässigsten Fängen. In dieser Phase ziehen die Schwärme in großer Dichte an die Laichplätze, was für Angler ideale Bedingungen schafft. Allerdings variiert der genaue Zeitpunkt je nach Region und Witterung um einige Wochen. An der Kieler Förde kann die beste Zeit bereits Anfang März beginnen, während sie in anderen Regionen erst später einsetzt.

Auch der Mai bietet noch gute Chancen, allerdings mit abnehmender Tendenz. Die Schwärme werden weniger dicht, und die Fische sind teilweise bereits mit dem Laichen fertig. Wer die Heringssaison verpassen sollte, kann im Herbst noch eine zweite, allerdings schwächere Chance nutzen. Von September bis November ziehen Heringe erneut an die Küste, doch die Fangquoten liegen deutlich unter denen des Frühjahrs.

Beste Beißzeiten am Tag

Die Tageszeit spielt beim Heringsangeln eine wichtige Rolle. Viele erfahrene Angler schwören auf die frühen Morgenstunden, wenn die Sonne gerade aufgeht. In dieser Phase sind die Heringe besonders aktiv und beißen zuverlässig. Die beste Fangzeit liegt zwischen Sonnenaufgang und etwa zwei bis drei Stunden danach.

Tipp zum Lesen:  Herbstliches Heringsangeln: Tipps und Tricks

Auch die Abendstunden ab etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang bis in die Dämmerung hinein gehören zu den produktivsten Zeiten. Viele Angler erleben hier ihre besten Fänge des Tages. Der Grund liegt darin, dass Heringe als Schwarmfische bei schwächerem Licht aktiver fressen.

Allerdings wäre es ein Fehler, die Mittagsstunden komplett zu ignorieren. Besonders an Tagen mit bewölktem Himmel oder bei Windeinfluss können plötzlich starke Schwärme einfallen und für intensive Beißphasen sorgen. Das Heringsangeln läuft oft nicht kontinuierlich ab, sondern in kurzen, sehr produktiven Phasen. Deshalb lohnt es sich, auch tagsüber am Wasser zu bleiben und aufmerksam zu beobachten, wann die Fische aktiv werden.

Die Wassertemperatur und der Luftdruck beeinflussen die Beißlust erheblich. Nach Warmfrontdurchgängen und bei stabilem Wetter sind die Chancen oft besser als bei Kaltlufteinbrüchen. Erfahrene Angler nutzen Wetterkarten und Temperaturtrends, um ihre Angeltouren zu planen.

Jahreszeit
Beste Monate
Beißintensität
Besonderheiten
Frühjahr
März bis Mai
Sehr hoch
Laichzug, Spitze im April
Sommer
Juni bis August
Niedrig
Heringe in der Tiefe, kaum Küstenangeln
Herbst
September bis November
Mittel
Zweite, schwächere Saison
Winter
Dezember bis Februar
Sehr niedrig
Kaum Aktivität an der Küste

Top-Stellen zum Heringsangeln

An der Ostsee konzentrieren sich Heringe während der Laichzeit in bestimmten Gewässerabschnitten. Die Kieler Förde zählt zu den klassischen Angelrevieren und bietet Anglern gute Chancen auf Fänge. Hier finden sich die Fische besonders in den flacheren Bereichen und an den Uferkanten ein.

Die Trave bei Lübeck ist ein weiteres Topgewässer für Heringsangeln. Der Fluss bietet mit seinen unterschiedlichen Tiefenzonen ideale Bedingungen für Schwarmfische. Auch die Schlei in Schleswig-Holstein zieht jedes Jahr viele Angler an, die hier auf Heringsfang gehen.

Boddengewässer wie der Darß-Zingst Boddenkomplex sind ebenfalls hervorragende Angelplätze. Diese flachen, brackwasserhaltigen Bereiche sind für Heringe während der Laichzeit besonders attraktiv. Der Nord-Ostsee-Kanal bietet zusätzlich gute Möglichkeiten, besonders in den Häfen und an den Schleusen.

Hafenbereiche und Flussmündungen sind generell vielversprechend. Hier sammeln sich Heringe vor dem Aufstieg in die Laichgewässer. Wichtig ist, dass die Fische Bereiche mit geringerem Salzgehalt bevorzugen. Deshalb sind Mündungsbereiche und Brackwasserzonen oft produktiver als offene Küstenabschnitte.

Die beste Strategie ist, nicht stur an einem Platz zu bleiben. Heringe sind Schwarmfische, und wenn längere Zeit nichts passiert, lohnt sich ein Platzwechsel. Oft reichen wenige hundert Meter Entfernung aus, um in einen aktiven Schwarm zu gelangen.

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Erfolgreich auf Heringe angeln

Der Erfolg beim Heringsangeln hängt davon ab, die Fische dort zu finden, wo sie gerade sind. Wer beobachtet, wo andere Angler Fänge machen, erhält wertvolle Hinweise. Oft bilden sich an guten Tagen regelrechte Angler-Treffpunkte, wo die Fische aktiv beißen.

Die richtige Ausrüstung ist wichtig, aber nicht kompliziert. Klassische Heringspaternoster mit mehreren kleinen Haken funktionieren zuverlässig. Auch Spinnruten mit kleinen Blinkern oder Wobblern bringen gute Ergebnisse. Viele Angler kombinieren mehrere Techniken an einem Tag, um herauszufinden, was gerade am besten läuft.

Wasserstand und Strömung spielen eine Rolle. Bei Hochwasser und starker Strömung sind Heringe oft aktiver als bei Niedrigwasser. Die Wassertemperatur sollte idealerweise zwischen 4 und 10 Grad Celsius liegen. In diesem Bereich zeigen die Fische die beste Beißlust.

Geduld und Flexibilität sind Tugenden beim Heringsangeln. Es gibt Tage, an denen die Fische massenhaft beißen, und Tage, an denen kaum etwas läuft. Wer mehrere Plätze kennt und bereit ist, diese zu wechseln, erhöht seine Chancen deutlich.

Praktische Tipps für mehr Fänge

Viele erfolgreiche Angler beginnen ihre Tour in der Dämmerung und nutzen die Morgenphase intensiv. Sie bringen mehrere Ruten mit, um verschiedene Techniken gleichzeitig zu testen. So lässt sich schnell herausfinden, was die Heringe gerade bevorzugen.

Das Wetter beobachten zahlt sich aus. Nach Warmfrontdurchgängen und bei stabilem Luftdruck beißen Heringe zuverlässiger. Auch leichte Bewölkung und mäßiger Wind sind oft günstiger als strahlender Sonnenschein.

Lokale Informationen sind wertvoll. Gespräche mit anderen Anglern, Fachgeschäften oder Angelkneipenbetreibern geben Aufschluss über die aktuelle Lage. Oft wissen Locals genau, wo die Fische gerade stehen und wann die beste Zeit ist.

Regelmäßiges Angeln in der Saison erhöht die Erfolgschancen. Wer mehrmals pro Woche ans Wasser geht, lernt die Plätze besser kennen und entwickelt ein Gespür für die richtige Tageszeit und Technik.

Die geografische Verbreitung des Herings

Die Heringszeit findet in verschiedenen Teilen der Welt statt, hauptsächlich in den gemäßigten und subarktischen Gewässern der Nordhalbkugel. In Europa ist die Heringszeit besonders in der Nordsee und der Ostsee zu beobachten, wo große Heringsschwärme aus dem offenen Meer in flachere Küstengewässer wandern, um zu laichen. In Nordamerika ist die Heringszeit entlang der Atlantikküste von Kanada bis nach New England zu beobachten, wo der Atlantische Hering ebenfalls in großen Schwärmen laicht.

Darüber hinaus findet die Heringszeit auch in anderen Teilen der Welt statt, wie zum Beispiel in der Barentssee vor der Küste Norwegens und Russlands, sowie in der Biskaya vor der Küste Spaniens und Frankreichs.

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Die biologische Uhr des Herings

Die biologische Uhr des Herings spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Zeitpunkts und des Ortes der Heringszeit. Heringe sind Zugfische, was bedeutet, dass sie regelmäßig zwischen verschiedenen Lebensräumen wandern, um zu laichen und sich zu ernähren. Die biologische Uhr des Herings wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die Temperatur des Wassers, die Länge des Tageslichts und die Verfügbarkeit von Nahrung.

Während des Frühjahrs steigen die Wassertemperaturen in den flacheren Küstengewässern an, was den Heringen signalisiert, dass es Zeit ist, dorthin zu wandern, um zu laichen. Gleichzeitig nehmen die Tageslichtstunden zu, was ebenfalls ein Signal für die Heringe ist, sich zu paaren und Eier zu legen. Darüber hinaus spielen auch die Verfügbarkeit von Plankton und anderen Nahrungsquellen eine Rolle bei der biologischen Uhr des Herings, da sie den Heringen Energie für ihre Wanderung und Fortpflanzung liefern.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=aCBnSUJL1c8

https://www.youtube.com/watch?v=4Gx60HruUV4Ein verwandter Artikel zu „Wann ist Heringszeit?“ ist „Wann ist das Angeln von Heringen erlaubt“ Dieser Artikel diskutiert die rechtlichen Aspekte des Anfütterns beim Angeln und gibt Tipps, wie man dies richtig und legal macht.

FAQs:  Häufig gestellte Fragen zum Heringsangeln

Was ist die Heringszeit?

Die Heringszeit bezieht sich auf die Zeit, in der Heringe in großen Mengen zum Laichen in bestimmte Gewässer wandern.

Wann ist die beste Zeit fürs Heringsangeln?

Die beste Zeit liegt zwischen März und Mai, mit dem April als Höhepunkt. Morgens und abends sind die produktivsten Stunden.

Kann man auch im Sommer auf Heringe angeln?

Im Sommer ziehen sich Heringe in tiefere Gewässer zurück. Das Küstenangeln ist dann deutlich weniger erfolgreich. Die Chancen sind minimal.

Welche Ausrüstung brauche ich?

Klassische Heringspaternoster, leichte Spinnruten mit kleinen Blinkern oder Wobbler funktionieren zuverlässig. Die Ausrüstung muss nicht teuer sein.

Gibt es eine zweite Heringssaison?

Ja, im Herbst von September bis November ziehen Heringe erneut an die Küste. Die Fangquoten sind aber deutlich niedriger als im Frühjahr.

Warum beißen Heringe manchmal nicht, obwohl ich am richtigen Platz bin?

Heringe sind Schwarmfische mit kurzen, intensiven Beißphasen. Oft hilft ein Platzwechsel. Auch Wetter und Wassertemperatur spielen eine Rolle.

Wie wird die Heringszeit gefischt?

Die Heringszeit wird in der Regel mit speziellen Netzen gefischt, die auf die Wanderungsmuster der Heringe abgestimmt sind, um eine nachhaltige Fischerei zu gewährleisten.